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29. 10. - 23. 12. 2026
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Eröffnung Mittwoch 28. 10. um 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Carola Brückner - Bezirksstadträtin für Kultur
Einführung: Dr. Jens-Ole Rey - Künstlerischer Leiter Gotisches Haus
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Was geschieht an einer Schwelle – zwischen Innen und Außen, Sichtbarem und Unsichtarem, Schutz und Bedrohung, Vergangenheit und Gegenwart?
Vitalii Shupliak interessiert sich für jene Zwischenräume, in denen vertraute Ordnungen ihre Eindeutigkeit verlieren. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen sakraler Bildtradition und digitaler Gegenwart, zwischen individueller Wahrnehmung und kollektiver Erfahrung. Grenzen erscheinen dabei weniger als feste Linien denn als durchlässige Räume, in denen sich Bedeutungen verschieben.
Im Gotischen Haus trifft diese zeitgenössische Perspektive auf eine Architektur, die selbst von Übergängen lebt: zwischen Licht und Dunkelheit, Innen und Außen, Vergangenheit und Gegenwart. Historische Bildwelten und räumliche Strukturen werden zu Resonanz räumen für eine Gegenwart, in der Grenzen zunehmend porös werden.
Spiegelnde Vögel werden zu Schutz und Barriere zugleich. Sakrale Augen begegnen den leuchtenden Oberflächen digitaler Geräte. Körper schweben zwischen verschiedenen Wirklichkeiten, während Feuer zum Bild einer Transformation zwischen Schöpfung und Zerstörung wird. Das Vertraute beginnt dabei immer wieder ins Unheimliche zu kippen. Was Schutz verspricht, kann zur Grenze werden; was Sichtbarkeit schafft, kann zugleich etwas verbergen. Technologie, Ritual und
Source: kulturdaten.berlin · CC BY 3.0 DE
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