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Seit einigen Jahren wird das Gesamtwerk der über fast einhundertvierzig Jahre in Vergessenheit geratenen Komponistin Emilie Mayer akribisch wiederentdeckt und zur Aufführung gebracht. Insofern ebenfalls interessant, weil ihre Biographie aufs Engste mit Berlin verknüpft ist. In Berlin hat Emilie Mayer lange Jahre gelebt und gewirkt, auch im Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt vielfältige Spuren hinterlassen. In der Stadt verbrachte sie die letzten Lebensjahre und wurde auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof am Halleschen Tor, in unmittelbarer Nähe der Grabstätte von Felix Mendelssohn Bartholdy, bestattet. (Ihr Grab wurde erst in den 1960er Jahren nach Ablauf der Frist für ein Begräbnis 1. Klasse eingeebnet - und inzwischen pietätvoll wiederhergestellt ...)
Emilie Mayers sinfonische Werke - Sinfonien und Ouvertüren, ein Klavierkonzert - konzentrieren sich auf die Berliner Jahre 1847-62. In der Regel veranstaltete sie einmal im Jahr ein Konzert mit eigenen Werken im Konzert- und Ballsaal des Schauspielhauses. Die späteren Jahre in Stettin und Berlin gehörten dann vor allem den kammermusikalischen Gattungen, denen sie sich mit Hingabe und Vielfalt widmete. Erst 1880 errang sie mit einer "Faust-Ouvertüre" noch einmal Erfolg als Orchesterkomponistin.
Die Neue Berliner Musikzeitung berichtete 1850 über eines ihrer ersten Berliner Konzerte: "Bisher hat Frauenhand höchstens das Lied überwunden, worin sie wohl Inniges und Sinniges geschaffen, aber ein Quatuor und gar eine Symphonie mit al
Source: kulturdaten.berlin · CC BY 3.0 DE
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